Historische Romane Elke Weigel,  Lesbische Romane,  Psychologische Romane

historisch – psychologisch – lesbisch

Romane mit starken Frauen

Geschichte wird für mich spannend, wenn ich frage: Und was war mit den Frauen? In meinen Romanen entwerfe ich Sichtweisen, wie es auch gewesen sein könnte, und ich lasse Frauengeschichte lebendig werden.

Ich liebe es, in die Biografien von Frauen einzutauchen, die lange vor mir gelebt haben und zu schauen, wie sie sich mit dem Frausein auseinandergesetzt haben.

Ich schaue die Biografien darauf hin an: Wie hat eine Frau vor 100 oder vor 200 Jahren gelebt? Was wollte sie, was trieb sie an? Wie hat sie für ihre Sehnsüchte gekämpft? Wie ging sie mit ihrer Liebe zu einer anderen Frau um?

Mache meinen vielleicht, ich hätte in die eine oder andere historische Persönlichkeit zu viel hineininterpretiert. Ihre Liebe zu anderen Frauen sei nicht „belegt“.

Dem halte ich entgegen, dass zum einen in früheren Jahrhunderten die lesbische Liebe ganz anders aufgefasst wurde als heute und zum anderen meist heterosexuelle Menschen eine Biografie verfasst haben. Ich habe immer wieder den Eindruck, dass sie gar nicht in der Lage sind (was man ihnen nicht vorwerfen kann), die Anzeichen zu bemerken. Sie interpretieren Verhaltensweisen mit einer heteronormativen Brille.

Sie nehmen an, dass alle Frauen am liebsten geheiratet hätten, oder dass sie heterosexuell gewesen sein müssen da sie geheiratet haben. Aus neuerer Forschung (siehe Angela Steideles Dissertation) lässt sich zeigen, dass Frauenfreundschaften und Beziehungen früher anders gedeutet und bewertet wurden.

Weibliche Sexualität hatte keinen Namen

Frauen schliefen zusammen in einem Bett, nannten sich „Busenfreundinnen“ und niemand dachte sich etwas dabei. Weibliche und lesbische Sexualität hatte weder einen Namen, noch wurde sie ernst genommen. Solange eine Frau nicht aus dem üblichen Rollenverhalten herausfiel, konnte sie mit ihrer Freundin machen, was sie wollte. 

Weibliche Sexualität wurde erst dann beachtet, wenn sie für die männliche Vormachtstellung gefährlich wird. Zum Beispiel, wenn eine Frau Hosen anzog, ihr Geld selbst verwalten wollte, alleine oder mit einer Freundin leben wollte, reisen, lernen, studieren, heilen wollte … Es gab viele Felder, in denen sie sich nicht betätigen durfte.

Wenn sie es trotzdem getan hat, bekam sie große Schwierigkeiten, bis hin zur Einweisung in Irrenanstalten, wie die Psychiatrien in früheren Zeiten hießen.

Heute ist vieles freier und leichter geworden. Aber immer noch muss man sich als lesbische Frau viele dumme Sprüche anhören“. Ist wirklich alles gut, seit es die Möglichkeit gibt, zu heiraten? 

Ich beobachte, dass die meisten Menschen, die selbst nicht homosexuell sind, keine genaue Vorstellung davon haben, wie lesbische und schwule Paare leben.  Sie meinen, das sei „irgendwie ja das Gleiche.“ Oder „Es geht mich ja nichts an, was jemand im Schlafzimmer macht.“

Vielfalt ist aber mehr, und dazu gibt es viele Geschichten zu erzählen!

Der Traum der Dichterin - historischer Roman

Der Traum der Dichterin Elke Weigel

„Der Traum der Dichterin – die Sehnsucht der Annette von Droste-Hülshoff“: 

Schreiben wollte sie um jeden Preis:

All meine Rede und jegliches Wort

Und jeder Druck meiner Hände.

Und meiner Augen kosender Blick,

Und alles, was ich geschrieben:

Das ist kein Hauch und ist keine Luft,

Und ist kein Zucken der Finger,

Das ist meines Herzens flammendes Blut,

Das dringt hervor durch tausend Tore.

(Herzlich – Annette von Droste-Hülshoff)

 

Das ist bis jetzt mein erfolgreichster Roman, mit den besten Verkaufszahlen, und er wird schon in zweiter Auflage gedruckt!

Elke Weigel Autorin

„Annette von Droste-Hülshoff war für uns in der Schule früher der Inbegriff der Langeweile. Jetzt leiste ich beim Lesen Abbitte und danke Elke Weigel, dass sie Annettes Leben neu erzählt. … Es sind besondere Menschen, von denen hier erzählt wird: die Gebrüder Grimm, Heinrich Straube, alles keine Unbekannten. Eigentlich sollten gerade sie diejenigen sein, die die Dichterin verstehen. Doch die Grimms sammeln ihre Märchen nur von anderen Autoren zusammen und der arme Straube wird von seinen Gefühlen und vermeintlichen Freunden überlistet. Das macht mehr als eine Intrige gegen Annette möglich. Sie wird mehr und mehr zur Zielscheibe und gilt als ewige Jungfer.
Erst als sie durch Zufall ein Haus während der Abwesenheit der Hausherrin bewohnen soll, wird sie zur “Sternenjungfrau” und lernt, dass sie etwas ganz Besonderes ist. Freundin Male scheint dies schon vorher in ihr geweckt zu haben, doch auch hier gilt: Keine Liebe ohne Schmerz.“ -> ganze Rezension lesen

Annette von Droste-Hülshoff

Rezension: „Elke Weigel hat einen tief anrührenden Roman geschrieben, der nicht nur die Zeit gut einfängt, sondern sich auch in die Situation Annettes einfühlen kann, vielleicht stellvertretend für viele Adelige, die in ihrem Käfig sitzen, nicht hinaus können und nichts mit sich anzufangen wissen. Annette von Droste-Hülshoff mag ein extremes Beispiel sein, aber zumindest ist es ein bekanntes. Gerade zum Ende hin flicht die Autorin mehr und mehr Gedichte Annettes ein, die tatsächlich einen Seelenzustand wiederspiegeln, der von Annette gleich selbst mit analysiert wird.

Die Zeit hervorragend festgehalten

Es ist also keine einfache Kost über die westfälische Adelsdichterin, die hier von Elke Weigel festgehalten wird. Wer aber die Struktur des Adels in dieser Zeit mit all seinen moralischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten kennen lernen will, der ist mit diesem Roman gut beraten. Weigel gelingt ein Blick in den Adel zu Beginn des 19. Jahrhunderts, den heute bestimmt niemand vermisst, der aber aus Zeitzeugnissen genau so überliefert ist.“ -> zur ganzen Rezension auf Histo-Couch

Annette von Droste-Hülshoff Elke Weigel

Der Traum der Dichterin – die Sehnsucht der Annette von Droste Hülshoff

Annette schreibt Verse, die gar nicht so bescheiden sind, wie von ihr erwartet wird. Im Sommer 1820 trifft sie auf Straube, den ersten Mann, der ihr literarisches Schaffen ernst nimmt. Aber auch der Schöne von Arnswaldt ist zu Besuch, dessen strenge Religiosität ihre schwelenden Schuldgefühle weckt, weil sie ihr dichterisches Leben nicht nach Gott ausrichtet. Sie lässt sich auf Vertraulichkeiten ein, die die Männer gründlich missverstehen. Und als ihre Freundin Male noch dazukommt, bahnt sich eine Katastrophe an.

Historische Romane

Um historische Romane schreiben zu können, muss ich viel recherchieren und ich lese sehr viele Sach- und Fachbücher über die jeweilige Zeit, besuche Museen und historische Schauplätze meiner Figuren.

Erst beim Lesen eines Buches von Rüdiger Safranski „Romantik – ein deutsche Affäre“, wurde mir klar, warum ich bestimmte Epochen für meine historischen Romane wähle.

Ich wollte damals ein Buch schreiben, das 1816 spielt und beschäftigte  mich mit der Romanik. Safranski, sagt, dass der Geist dieser Epoche wiederholt auftaucht. Um 1800 liegt der Anfang, im Jugendstil um 1900 tauchten ähnliche Gedanken auf und in den 1970er Jahren mit der Hippiebewegung noch einmal. 

Das Thema »Romantik« scheint also meins zu sein, in:

  • Eissommer 1815
  • Der Traum der Dichterin 1820
  • Robin und Jennifer 1913
  • Tod und Irrtum 1910
  • Fußballtöchter 1970

Was sind die Gemeinsamkeiten?

  • Die Befreiung aus den einengenden Geschlechterollen
  • Emanzipation und 
  • sexuelle Selbstbestimmung

 

Das sind auch die Themen meiner Gegenwartsromane:

  • Mutterschuld
  • Sterben in schwarzweiß
  • Fast die ganze Wahrheit
  • Das leere Frauenzimmer
  • Das Band durch die Zeit

 

Das war mir nicht klar, als ich zu schreiben begann, aber als ich es dann erfasst hatte, flogen mir die Ideen nur so zu.

Und so sah mein Schreibtisch aus, als ich das Finale von „Der Traum der Dichterin“ plante!

Quo Vadis Literaturpreis 2013

Der Veröffentlichung vorangegangen war eine Kurzgeschichte „Wenn Weiber über ihre Spähren steigenmit der ich den zweiten Platz im Quo-Vadis Literaturwettbewerb 2013 gewonnen hatte. Ein Lektor vom Gmeinerverlag war bei der Preisverleihung in Billerbeck anwesend und interessierte sich für den ganzen Roman, der zu diesem Zeitpunkt schon fertiggestellt war. Zwei Monate später hielt ich den Verlagsvertrag in den Händen!

In den Kurzgeschichten findest du die spannende Begegnung der aufmüpfigen jungen Annette von Droste-Hülshoff mit Wilhelm Grimm.

Homer-Literaturpreis-Nominierung

2017 wurde es wieder spannend. Ein weiterer historischer Roman gelangte auf die Short-List.

„Tod und Irrtum“ – ein historischer Krimi … Beschreibung folgt

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Elke Weigel, Schriftstellerin, Diplom-Psychologin und Tanztherapeutin

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