Historische Romane Elke Weigel,  Psychologische Romane

Wind der Freiheit – Christiane und Wilhelm Hegel

Wind der Freiheit - Christiane und Wilhelm Hegel - historischer Roman

„Ohne unsere Brüder sind wir nichts!“ – Oder ist es umgekehrt?

Stuttgart 1788-1793

Christiane und Wilhelm Hegel sind seit dem Tod der Mutter eng verbunden. Sie gilt als labil, denn häufig plagen sie wirre Gedanken, ihn hält man schon früh für ein Genie.

Was niemand weiß: Christiane unterstützt Wilhelm beim Lernen und ist an seiner Seite, wenn ihn Unsicherheiten plagen.

Mit Beginn der Französischen Revolution entflammen beide für die Idee der Freiheit. 

Während Wilhelm, der Beste unter den Philosophiestudenten, sich mit Hölderlin und Schelling verbündet, lernt sie die faszinierende Nannette und deren Bruder, den berühmt berüchtigten Verleger Gotthold Stäudlin, kennen. Eine völlig neue Welt tut sich auf. Endlich sieht sie einen Weg, aus dem Schatten ihres Bruders zu treten. Sie wagt es, für die Zeitung zu schreiben.

Wagt sie zu viel?

Ihr guter Ruf gerät in Gefahr und ihr Kopf spielt immer häufiger verrückt – Bald weiß sie nicht mehr, wer von wem abhängig ist.

Ein psychologisch feinfühliger Roman um Treue und Verrat, Leidenschaften und Wahnsinn.

Taschenbuch und E-Book bei Amazon.

Berühmte Töchter Stuttgarts

Für jede Stadt gibt es die Liste «berühmte Söhne und Töchter der Stadt».

In Stuttgarts Liste fand ich Christiane Louise Hegel, die Schwester des Philosophen Georg Wilhelm Hegel.

Aus der Kindheit und Jugend der Geschwister gibt es kaum biografisches Material, und schon gar nichts über ihre Beziehung.

Dass Christiane eine enge Beziehung zu ihrem Bruder hatte, lässt sich nur aus Stammbucheinträgen (Poesiealben) und Briefen Dritter herleiten.

Erschüttert hat mich, dass sie an Schizophrenie erkrankte und sich mit 59 Jahren ertränkte, kurz nachdem ihr Bruder gestorben war.

Freundschaft mit Hölderlin

Noch spannender wurde Christiane Hegel für mich, als ich entdeckte, dass sie über ihren Bruder auch mit Friedrich Hölderlin, dem Dichter aus Tübingen, und Friedrich Schelling, dem Naturphilosophen, bekannt war, und sie alle mit Begeisterung auf die Anfänge der Französischen Revolution reagierten.

Wie mochten wohl die freiheitlichen Ideen auf sie gewirkt haben? Da ich nichts darüber finden konnte, ließ ich meiner Fantasie freien Lauf und machte mich voller Enthusiasmus daran, Christiane und Wilhelm eine Stimme zu geben. Ich schrieb und recherchierte gleichzeitig über die Zeit, aber schon nach 60 Seiten stockte mein Roman.

Ich hatte mir vorgestellt, dass Christiane wie eine frühe Feministin gewesen wäre. Doch den Begriff «Feminismus» gab damals noch gar nicht, eine Frauenbewegung auch nicht. Selbst die Begriffe «Freiheit» und «Gleichheit» bedeuteten im 18. Jahrhundert nicht das, was sie heute für uns beinhalten.

Das war die Vollbremsung für meinen Roman. Es brauchte weitere drei Monate intensiven Lesens, Recherchieren und Nachempfindens, bis ich wieder in meiner Geschichte angekommen war.

Friedrich Hölderlin

Warum sind die Frauen "ein schwaches Geschlecht"?

Viele Fragen hatten sich aufgetürmt:

Warum griff die Revolution nicht auf ganz Deutschland über? Was verstanden Hegel, Hölderlin und ihre Freunde unter „Freiheit“, wenn sie sie forderten?

Wie war es unter einem Herzog zu leben, der absolutistisch herrschte?

Warum hatten die Frauen kein kollektives Bewusstsein für die Sache der Frauen?

Und warum gab es doch einzelne Frauen, die Gleichberechtigung forderten? Und wie wurde auf sie reagiert?

Wie gestaltete sich das Leben von Töchtern und Schwestern in jener Zeit?

Wie die Beziehungen zu ihren Vätern und Brüdern?

Georg Wilhelm Hegel

Mit Psychologie Geschichte verstehen

Ich forschte sowohl in historischen Schriften als auch in der Psychologie nach Denkansätzen, um Christianes und Wilhelms Beziehung zu verstehen.

Schwachheit, Sensibilität und Verletzlichkeit werden schon sehr lange dem weiblichen Geschlecht zugeschrieben. Aber warum eigentlich?

Von Jungen wurde, und wird auch häufig heute noch, erwartet, Sensibilität zu unterdrücken und unverwüstlich stark zu sein.

Die Schwäche, die ein Junge in sich selbst erlebt, muss also verschwinden.

Ein psychischer Mechanismus, der das möglich macht, ist die Projektion nach außen. Das heißt, das eigene Schwache wird nicht erlebt, sondern in anderen Menschen gesehen, in Mädchen und Frauen. Dort können Jungen und Männer es wahrnehmen, zulassen und sich im Kontrast dazu stark erleben.

Seit Jahrhunderten basiert die Zweiteilung der Geschlechter auf diesem Prinzip.

Plötzlich sah ich klarer, was in der Beziehung zwischen Christiane und ihrem Bruder abgelaufen sein könnte, weil es in den meisten Beziehungen damals so war:

Brüder hatten Schwestern, die sie stützen. Mädchen wurde beigebracht, sie seien das schwache, sensible, feinsinnige Geschlecht.

Sie übernahmen dieses Bild, indem sie sich nach außen angepasst und dienend gaben. Ihre Intelligenz und Stärke konnten sie nur indirekt zum Ausdruck bringen, durch Hilfe, Unterstützung und Aufopferung.

Auch Wilhelm Hegel sagte später über die Frauen, sie wären eher dem Pflanzlichen zuzuordnen. Mit dieser Aussage war er ein Kind seiner Zeit.

Frauen im 18. Jahrhundert

Christiane, so berichten Biografen und Biografinnen, war gebildet und intelligent.

Welche Art von Bildung bekam eine Frau damals?

Wie konnte sie ihre Talente und Begabungen zum Ausdruck bringen?

Wie reagierte sie psychisch auf die Grenzen, die die Gesellschaft ihr auferlegte?

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Erst als ich all diesen Fragen nachgegangen war, konnte ich meine Geschichte weiterschreiben.

Ich hoffe, du bist jetzt neugierig auf Christiane und Wilhelm Hegel geworden!

Hier kannst du das Buch bestellen.

Frauenstarke Grüße

Elke Weigel

Das Taschenbuch ist Mitte August 2020 erschienen. 

Das E-Book erscheint am 28.8.2020, Vorstellungen sind jetzt schon möglich!

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Elke Weigel, Schriftstellerin, Diplom-Psychologin und Tanztherapeutin

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