Historische Romane Elke Weigel,  Psychologische Romane

Das Jahr ohne Sommer – Eissommer

Das Jahr ohne Sommer

Das Jahr ohne Sommer hat es tatsächlich gegeben. Im Sommer 1816 versank Südeuropa aufgrund eines Vulkanausbruchs (Tambora) in der Südsee in Schnee und Eis. 

Bei meinen Recherchen zu einem anderen historischen Roman stieß ich auf dieses Ereignis und es löste in mir die Frage aus: Wie haben die Menschen auf diese Katastrophe reagiert? Sie hatten keine Erklärung dafür.

Der Roman „Frankenstein“ von Mary Shelly entstand 1816. Sie war die Tochter der Schriftstellerin und Feministin Mary Wollstonecraft, die 1792 eine Schrift über die Rechte der Frauen verfasste. 

Mary Shelly verbrachte den Sommer am Genfersee, zusammen mit ihrer Stiefschwester Claire Clairmont und ihrem späteren Mann Percy Shelley bei Lord Byron und dessen Leibarzt John Polidori. 

Wegen dem unablässigen Regen konnten sie oft nicht das Haus verlassen und verfassten Schauerromane. Polidori verfasste „Der Vampyr“ eine der ersten Vampirgeschichten.

Noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts sahen die Menschen prächtige Sonnenuntergänge, denn nach dem Vulkanausbruch entstand durch vermehrte  Aerosolpartikel ein verändertes Licht. Die Maler der Romantik haben dies verewigt.

Eissommer - Aberglaube und Visionen

Was habe ich daraus gemacht? 

Die Naturkatastrophe löst in einem abgelegenen schwäbischen Dorf abergläubische Verhaltensweisen aus: Die Bewohner wollen eine Außenseiterin dem Waldgeist als Opfer darbieten.

1815. Die junge Waidbäuerin Rose ist den Weinbauern unheimlich: Allein auf ihrem Hof, mit sechs Zehen an jedem Fuß munkelt man, dass ihr Vater ein Waldgeist gewesen sei.  Rose selbst beginnt diese Legende zu glauben, als sie weitere Veränderungen an sich feststellt.  Als sie zur Sommersonnenwende intensiv nach Rosen zu duften beginnt, werden die Männer aggressiv. 

Damals waren Aberglaube Teil des Lebens. 

1846, nur dreißig Jahre später, hatte sich die Gesellschaft rasant weiterentwickelt und zwei Frauen, die in der Stadt leben, gehen mit dem gleichen Phänomen ganz anders um.

Ein waidblaues Hemd löst bei Cumera Visionen aus. Hat ihre Großmutter wirklich das ganze Dorf vergiftet? Die Arzttochter Liane will Camera mit Heilmagnetismus kurieren, doch als sie sich ineinander verlieben, droht Cumera die Irrenanstalt, und sie macht sich mitten im Winter allein auf den Weg zu den Ruinen des Weindorfes.

Frauen durften damals noch nicht den Arztberuf ausüben. Doch meine Protagonistin will ihrer Freundin unbedingt helfen und wendet Techniken wie den Heilmagnetismus (eine Art Vorläufer der Hypnose) an, um ein Verbrechen aufzuklären.

Der Roman enthält auch Elemente aus dem magsischen Realismus, da ich glaube, dass es vieles gibt, das über das rational Erklärbare hinausgeht.

Reaktionen von LeserInnen

Ein spannendes Buch und ein berührendes Plädoyer für Andersartigkeit!

Rose im Jahre 1815 und Cumera im Jahre 1846 versuchen auf ihre eigene Art die Welt um sich herum zu begreifen, eine Welt, in der Anderssein nicht toleriert wird und Aberglaube herrscht.

Ähnlich wie in manchen Werken Hermann Hesses, die die gleiche Ruhe ausstrahlen, wo Charakteren und Handlung viel Raum gegeben wird. 

„Eissommer“ ist auf jeden Fall ein Buch, das einen auch nach dem Fertiglesen noch eine Weile gedanklich begleiten wird.

Ein Genuss, an ungewöhnlich heißen Junitagen 1815 in eine kaum noch bekannte Welt einzutauchen. In eine Welt der Düfte der Natur; in eine Welt, wo der Sommer auf dem Land vor allem Arbeit bedeutet und nicht Urlaub und dennoch ein unbeschreiblicher Genuss für die Sinne ist. Unbeschreiblich? Nun, die Autorin hat das Unbeschreibliche beschrieben – und zwar großartig und unglaublich intensiv. Ich war beim Lesen sehr tief eingetaucht und fühlte mich so was von JUNI!

Zusammengefasst, es geht um die Gesetze der Natur, der Menschen, um wahre Gefühle, um Liebe und um den Geist einer Epoche. So etwas würde ich gern öfter lesen.

Seitenzahl: 235 Seiten

Verlag: GMEINER; Auflage: 1. November 2015

ISBN-10: 148015105X

ISBN-13: 978-1480151055

Taschenbuch: 7,99 €

E-Book: 4,99 €

Elke Weigel Eissommer Roman

Das Jahr ohne Sommer - Doku

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Viel Glück!

Elke Weigel, Schriftstellerin, Diplom-Psychologin und Tanztherapeutin

3 Comments

  • Dragi

    Schönen guten Morgen, ich finde es schwierig die genauen Worte zu finden warum ich unbedingt dieses Buch gewinnen möchte.
    hmmm, Ich finde es hört sich sehr spannend an und und ich habe schon viele lesbische Romane gelesen aber noch nie einen historischen. Der Roman spricht ein schwieriges Thema an: Frauen zu der Zeit und dann noch in einer lesbischen Beziehung. Ich bin sehr gespannt auf die Geschichte und auf die Umsetzung. Liebe Grüße und herzlichen Dank für den tollen Adventskalender 🙂

  • Silke Steigerwald

    Ooooh, wie spannend ♥ da gibt es soooo viele Wow’s in mir wenn ich die Inhaltsbeschreibung lese…das Dorf im Schwäbischen, wo „anders-sein“ bis heute argwöhnisch beäugt wird und wo ein „Anderer“ immer noch „nach wo anders“ hingehört 😉
    Und sofort erinnere ich mich an eine Klientin, deren Kind tatsächlich mit einem 6.Finger auf die Welt kam…

    JA ♥♥♥ ich würde das Buch sehr gerne gewinnen…

    Liebe Grüße Silke

  • Anke

    Oh ich wäre sehr an der Geschichte interessiert,da ich sehr gern Romane mit starken Frauenpersöhnlichkeiten lese.Gespannt über Ihrer Recherche zu dieser Zeit bin ich außerdem.
    Vielen herzlichen Dank auch für die wunderbaren Adventstürchen jeden Tag,dies innehalten,besinnen und die liebevollen Selbstbeschenkungsanregungen .Hab diese tolle Idee schon weiterverschenkt :-).
    Liebe Grüße und eine verzauberte Weihnachtszeit
    wünscht
    Anke

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